Hallo zum „eMobility Update“! Diese News und Highlights der Elektromobilität haben wir heute für Sie im Programm: Multi-Energie-Hub in Bayern ++ SVOLT geht womöglich in die Lausitz ++ Kia EV9 kommt Anfang 2023 ++ Konsortium für Schnelllade-Roboter ++ Und jeder vierte Tesla aus Deutschland verschwunden.

#1 – Wasserstoff und Schnellstrom für Lkw

Mit dem ersten Spatenstich auf dem Gelände der Paul Group in Passau hat jetzt der Bau einer der leistungsstärksten öffentlichen Wasserstoff-Tankstellen Bayerns begonnen. Auch ein Schnellladepark mit zehn HPC-Ladepunkten ist dort geplant. Darüber hinaus gründen die Paul Group, ein Tankstellenbetreiber und Shell ein Konsortium namens Next Mobility.

#2 – SVOLT will Vestas-Werk in der Lausitz

Der chinesische Batteriehersteller SVOLT will sich offenbar in der Lausitz ansiedeln und ein Werk im brandenburgischen Lauchhammer übernehmen, wo Vestas bis vor kurzem Flügel für Windkraftanlagen produziert hat. Wie die „Lausitzer Rundschau“ und der RBB übereinstimmend berichten, hat SVOLT am 9. September zu einer Pressekonferenz nach Lauchhammer eingeladen. In diesem Rahmen könnten die Pläne offiziell vor gestellt werden.

#3 – Kia EV9 debütiert im ersten Quartal 2023

Kia hat erste Einblicke in das finale Testprogramm des EV9 gegeben und kündigt dessen Weltpremiere für das erste Quartal 2023 an. Derzeit finden aber noch Testfahrten mit getarnten Prototypen in Südkorea statt. Das große Elektro-SUV, das Kia im November 2021 mit einem Konzept angekündigt hatte, ist das zweite Batterie-elektrische Serienmodell der Marke auf Basis der neuen 800-Volt-Plattform.

#4 – Erledigen Roboter bald das HPC-Laden?

Müssen wir fürs Schnellladen von Elektroautos in Zukunft gar nicht mehr aussteigen, um den Stecker mit dem Fahrzeug zu verbinden? Das ist jedenfalls das Ziel des Forschungsprojekts „ROCIN-ECO“. Dabei geht es um die Entwicklung und Demonstration einer standardisierten Roboter-Schnellladelösung. An dem Konsortium sind die Autohersteller Audi, BMW, Mercedes, Porsche und Ford beteiligt. Aber neben weiteren Firmen auch der Schnellladekabel-Experte Huber+Suhner und der TÜV Süd. Angestrebt wird die Entwicklung der weltweit ersten herstellerunabhängigen, vollautomatischen, benutzerfreundlichen und effizienten Schnellladelösung.

#5 – Missbrauch der Elektroauto-Förderung

Die beliebte Praxis, in Deutschland geförderte Elektroautos nach der sechsmonatigen Haltedauer mit Gewinn ins Ausland zu verkaufen, wird jetzt erstmals mit Zahlen unterfüttert. So geht der in Berlin ansässige Analyst Matthias Schmidt davon aus, dass von dem Phänomen mehr als 100.000 Fahrzeuge betroffen sind. Besonders lukrativ ist bekanntlich der Weiterverkauf nach Dänemark. Weil es dort eine hohe Luxussteuer für Neuwagen gibt, sind im nördlichen Nachbarland vor allem gebrauchte Teslas sehr beliebt. Laut den ausgewerteten Zulassungsdaten hat fast jeder vierte Tesla, der in Deutschland erstmals zugelassen wurde, den Markt wieder verlassen. Das Problem betrifft aber auch Elektroautos anderer Hersteller, etwa von Porsche. Experten fordern deshalb schon länger, dass die Haltedauer verlängert werden müsste, wenn man den Umweltbonus haben will. Genau das hat die Bundesregierung auch angekündigt, bisher aber nicht umgesetzt. Und so werden vermutlich noch viele weitere in Deutschland subventionierte Stromer bald woanders fahren.

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